@myriamvonm
Vor einer Woche haben Brad und ich geheiratet. ❤️ Wir haben es ganz bewusst geheim gehalten. Nur unsere Familie, enge Freunde und die Menschen, die uns wirklich wichtig sind, wussten davon. Dieser Tag gehörte nicht den sozialen Medien. Er gehörte uns.
Wenn ich dieses Foto ansehe, sehe ich keinen Rollstuhl. Ich sehe keinen Lupus. Ich sehe keinen Schmerz. Ich sehe die Hand meines Mannes in meiner. Ich sehe Vertrauen. Ich sehe Liebe. Und ich sehe zwei Menschen, die einige sehr schwierige Stürme überstanden haben, um hierherzukommen.
Vor einem Jahr saß ich neben Brads Krankenhausbett, hielt seine Hand und betete dafür, dass er überlebt. Heute darf ich ihn meinen Ehemann nennen. Das raubt mir noch immer den Atem.
Die Menschen sagten mir, ich solle ihn verlassen. Ich solle weggehen. Ich solle aufgeben. Aber ich sah den Mann hinter der Krankheit. So wie Lupus nicht definiert, wer ich bin, definiert Alkoholismus nicht, wer er ist. Unsere Krankheiten sind ein Teil unserer Geschichte. Sie sind nicht unsere Identität.
Etwas anderes, das viele Menschen nicht wissen: An unserem Hochzeitstag ging ich ohne meinen Gehstock zum Altar. Nicht, weil ich keine Schmerzen hatte. Nicht, weil ich plötzlich gesund war. Sondern weil die Liebe für ein paar kostbare Augenblicke größer war als der Schmerz.
Ich konnte keinen traditionellen Eröffnungstanz mit meinem Mann tanzen. Und wisst ihr was? Es hat nichts gefehlt. Denn Liebe wird nicht daran gemessen, wie lange man tanzen kann. Liebe zeigt sich darin, wer deine Hand noch hält, wenn du es nicht kannst.
Dies ist nicht meine erste Ehe. Aber mit einer Gewissheit, die ich noch nie zuvor empfunden habe, weiß ich, dass es meine letzte sein wird. Denn noch nie in meinem Leben habe ich mich so gesehen, so sicher und so akzeptiert gefühlt. Mit all meinen Narben. All meinen Fehlern. Und allem, was das Leben aus mir gemacht hat.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum dies die größte Liebesgeschichte meines Lebens ist. ❤️